Weingut Goswin Lambrich 
*-**

Inhaber: Gerhard, Marita und Christiane Lambrich                 
Auf der Kripp 3
55430 Oberwesel-Dellhofen
Tel.: 06744-8066
E-Mail: info@weingut-lambrich.de
Internet: http://www.weingut-lambrich.de
Rebfläche: 16 Hektar
Produktion: 150.000 Flaschen/Jahr


Das Weingut Goswin Lambrich wurde früher, wie viele Betriebe am Mittelrhein, als Mischbetrieb geführt und begann erst 1975 mit dem Flaschenweinverkauf. Inzwischen zählt es zu den größten Weingütern des Anbaugebietes und besitzt Reben im Dellhofener St. Wernerberg sowie den Oberweseler Lagen Römerkrug, Bernstein, St. Martinsberg und Ölsberg. Neben dem Riesling umfaßt das Rebsortenspektrum Müller-Thurgau, Weißburgunder, Dornfelder, Spätburgunder und Cabernet Dorsa. Letztere Rebsorte ist Bestandteil der Cuvée Gowin und wird nirgendwo sonst am Mittelrhein angebaut. Der Ertrag wird auf ca. 70 hl/ha begrenzt. Die Vergärung erfolgt ausschließlich mit Reinzuchthefe, gekühlt im Edelstahltank. Für die Rotweine steht zudem eine kleine Barrique-Sammlung zur Verfügung. Auch 5000 Flaschen Sekt werden jährlich erzeugt. In den Jahren 2004 / 2005 wurde im Weingut Goswin Lambrich kräftig investiert. Das Ergebnis ist ein sehenswerter Gewölbekeller sowie ein sehr einladender und empfehlenswerter Gutsausschank mit Terrasse im mediterran angehauchten Stil. Gerhard Lambrichs Credo sind fruchtbetonte, rassige und elegante Rieslinge mit Mineralität ohne Bittertöne. Daneben kann man ihn als einen der Rotweinspezialisten des Mittelrheins bezeichnen. Die trockenen Riesling-Spätlesen werden hier als Blauschiefer und die halbtrockenen Riesling-Spätlesen als Blauschiefer Terrassen bezeichnet. Generell verfügen die Rieslinge dieses Gutes über eine kräftige Statur und intensive, würzig-fruchtige Aromen, ohne dabei über das Ziel hinauszuschießen.
Die  Rieslinge des 2008er Jahrgangs sind durch grüne Fruchtaromen, Schiefer, strenge Gewürze und eine rassige Säure gekennzeichnet. Ein besonderes Highlight im Sortiment ist die Cuvée Gowin, die in 2006 als seidiger, dichter, reiffruchtiger Rotwein daherkommt.



Verkostete Weine


Oberweseler Oelsberg Riesling QbA trocken 2008 *-**
(A: 12,5% vol., Preis:  4,00 €, verkostet im September 2009)

Intensive, herbwürzige Nase. Herbfrischer Apfel, Weinbergspfirsich, Schiefer und strenge Gewürze. Kraftvoller Ansatz. Sehr intensive Gaumenaromatik mit herber Frucht, strenger Würze und kräftigem Säurenerv. Intensiver, langer Nachhall von mineralischen und strengwürzig-pfeffrigen Noten.
Kraftvoller, apfelfruchtig-herbwürziger Riesling mit intensiver Gaumenaromatik, frischer Säure und strengwürzig-pfeffrigem Finish.


Blauschiefer Oberweseler St. Martinsberg
Riesling QbA trocken 2008 *-**
(A: 13,0% vol., Preis:  6,80 €, verkostet im September 2009)

Intensive, herbfruchtig-würzige Nase. Stachelbeeren, grüne Äpfel, Schiefer, Eisbonbons und strenge Gewürze. Zupackender, kraftvoller Auftakt. Rassige Gaumenaromatik. Herbgrüne, würzige Frucht, unterstützt von kräftigem Säurenerv. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von Schiefer-mineralischen und strengwürzig-pfeffrigen Aromen.
Vor Kraft strotzender Riesling mit Stachelbeer-Schiefer-Nase, rassigem Säurerückgrat und mineralisch-strengwürzigem Abschluss.


Oberweseler Riesling Hochgewächs halbtrocken 2008 *
(A: 12,0% vol., Preis:  4,90 €, verkostet im September 2009)

Glasklares, intensives, herbfruchtig-würziges Bukett. Grapefruit, Cassis, Schiefer und strenge Gewürze. Herbwürziger Ansatz. Intensive Gaumenaromatik mit kräftiger Säure und strenger Würze. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von strengwürzigen und feinherben Aromen.
Kraftvolles Riesling-Hochgewächs mit Cassis-Gewürz-Nase, intensiver Gaumenaromatik und feinherb-strengwürzigem Abschluss.


Oberweseler Weisser Burgunder QbA trocken 2008 *
(A: 13,5% vol., Preis:  6,00 €, verkostet im August 2009)

Strohgelb. Intensive Burgunder-Nase. Röstnoten, Butter, Honigmelone, Aprikose und strenge Gewürze. Kraftvoller Ansatz. Würzig-röstige Gaumenaromatik. Ausgeprägter Säureakzent, etwas alkoholbetonte Art. Sehr intensiver, langer Nachhall, geprägt von strengwürzigen Aromen mit pfeffrigem Abschluss.
Voluminöser, röstig-würziger Weissburgunder mit intensiver Gaumenaromatik und strengwürzig-pfeffrigem Finish.


Riesling Classic 2007 *-**
(A: 12,0% vol., Preis:  5,60 €, verkostet im September 2009)

Intensive, überreif-würzige Nase. Honig (Botrytis), laktische Komponenten (Butter), Apfelfrucht und strenge Gewürze. Kraftvoller Ansatz. Erfrischende Gaumenaromatik, unterstützt von kraftvollem Säurenerv und gut abgestimmter Restsüße. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von mineralisch-feinwürzigen Aromen.
Animierender Classic-Riesling mit überreifer Honig-Nase, erfrischender Säure und feinwürzigem Abschluss.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling Spätlese 2007 *-**
(A: 7,5% vol., Preis:  6,60 €, verkostet im September 2009)

Intensive, hochreife Nase. Reifer Pfirsich, Honig, überreife Bananen, Botrytis und Gewürze. Ausdrucksvoller, viskoser Ansatz. Reiffruchtige Gaumenaromatik, mollige Süße und anregender Säurenerv. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von reiffruchtigen Aromen und feinwürzigem Abschluss.
Komplexe, ausdrucksvolle Spätlese mit überreifer Honig-Bananen-Nase, anregendem Säure-Süße-Spiel und feinwürzigem Finish.


Cuvée Gowin Rotwein (Cabernet Dorsa / Spätburgunder)
QbA trocken 2006 **
(A: 13,5% vol., Preis:  13,85 €, verkostet im September 2009)

Dichtes Schwarzkirsch-Rot, bis zum Rand durchgezeichnet. Intensive, überreif-fruchtige Nase. Reife Brombeeren, Vanille, Holz und süße Gewürze. Geschmeidiger, voller Ansatz. Intensive, reife und süße Frucht, akzentuiert von feinherbem Gerbstoff. Intensiver Nachhall, geprägt von würzigen und feinherben Noten.
Dichter, seidiger Rotwein mit überreifer Brombeer-Nase, gekonntem Holzeinsatz, süßer Gaumenaromatik und feinherbem Finish.




Riesling Classic 2003 *
(A: 12% vol., Preis: 5,00 €, verkostet im Mai 2005)

Intensive, an Sauvignon blanc erinnernde Nase: Stachelbeeren, Joghurt und pfeffrige Würze. Wuchtig und kantig am Gaumen. Herbgrüne Frucht, pikante Säure und pfeffrige Gewürznoten. Feine, gut abgestimmte Restsüße. Intensiver Nachhall von grünen Fruchtaromen, mundwässernder Säure und kraftvollen, pfeffrigen Würznoten.
Wuchtiger, kantiger Classic, geprägt von Aromen herbgrüner Früchte und kraftvoller, pfeffriger Würze.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling Blauschiefer trocken 2003 *
(A: 12% vol., Preis: 5,90 €, verkostet im Juni 2005)

Intensives, komplexes Bukett mit Alterungsnoten: Holunder, Äpfel, Röstnoten, Joghurt und pfeffrige Aromen. Braucht Zeit zum Öffnen. Kraftvoll, fast wuchtig am Gaumen. Holunder, grüne Frucht, gepfefferte Würze und pikantes Säurerückgrat. Intensiver Nachhall von strengen, pfeffrigen Gewürznoten.
Wuchtiger, kantiger Riesling mit Alterungsnoten und sehr intensiven, strengen Gewürzaromen.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling Auslese 2003 *-**
(A: 8,5% vol., Preis: 9,00 €, verkostet im Juni 2005)

Filigranes, süßes Bukett mit prägnantem Duft, der an Litschi und Maracuja erinnert. Dezente Süße und feine Mineralik (Hauch von Schiefer) im Hintergrund. Leichtgewichtig, mit opulent süßer Frucht am Gaumen. Pikante, aber harmonische Säure. Retronasal wieder ausgeprägte Litschi-Aromen. Beinahe süffig. Mittlerer Nachhall von süß-fruchtigen Aromen und pikanter Säurenote.
Leichtgewichtige, harmonische Auslese mit prägnantem Litschi-Maracuja-Duft und pikantem Säureakzent.


Oberweseler Bernstein Riesling Hochgewächs halbtr. 2002 *
(A: 12% vol., Preis: 4,10 €, verkostet im April 2004)

Eher zurückhaltendes Bukett, geprägt von feinem Duft nach Minze und Aromen strenger Gewürze. Dezente, Birnen-artige Frucht. Zunächst leicht am Gaumen, schöne Balance von Süße und feinem Säurenerv. Beinahe süffig. Dann sich ausbreitende, kräftige Würznoten, am Ende beinahe pfeffrig. Kräftiger Nachhall von süßlich-fruchtigen und pfeffrig-würzigen Noten.
Gut gemachtes, beinahe süffiges Hochgewächs mit feinem Minze-Duft und kräftigen Aromen strenger Gewürze.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling QbA Blauschiefer trocken 2002 *-**
(A: 12,5% vol., Preis: 5,90 €, verkostet im Mai 2004)

Intensives Bukett mit ausgeprägtem Duft reifer, mehliger Äpfel. Schöne, ausgeprägte Mineralik. Untergrund von Gewürzen und malzigen Noten. Lebendige Frucht, kräftiger Säureakzent. Retronasal wieder Apfel-Aromen. Intensive Würze am Gaumen. Intensiver Nachhall von würzig-malzigen Aromen und mundwässernder Säure.
Lebendiger, kräftiger Riesling mit frischer Säure, apfelartiger Frucht und ausgeprägt mineralisch-würzigen Noten.


Oberweseler Oelsberg Riesling QbA
Blauschiefer-Terrassen halbtrocken 2002
*-**
(A: 12% vol., Preis: 6,60 €, verkostet im April 2004)

Bukett von mittlerer Intensität mit Noten von grünem Apfel und strengen Blüten. Darunter ausgeprägte, würzige Terroir-Noten. Schöne Süße, angenehmer Säureakzent. Am Gaumen entfalten sich kräftige Würznoten. Kräftiger Nachhall von süßlich-fruchtigen Aromen und deutlichen Würznoten, die in beinahe pfeffrigem Akzent enden.
Charaktervoller Riesling mit gelungener Säure-Süße-Balance und pfeffriger Würze.


Oberweseler Oelsberg Riesling Auslese 2002 **
(A: 8% vol., Preis: 8,40 €, verkostet im Mai 2004)

Feines, komplexes Bukett von mittlerer Intensität. Zunächst feiner Melonenduft, dann Zitronenmarmelade. Deutlich mineralische Komponenten, Schiefernote. Reif, weich und ölig am Gaumen. Mollige Süße, kontrastiert von kräftigem Säureakzent. Retronasal wieder Schiefernoten sowie Aromen von Zitrus- und grünen Früchten. Komplex und süffig zugleich. Mittellanger Nachhall von mundwässernder Säure und herbfruchtigen Komponenten.
Reife Auslese mit komplexem Aromaspektrum. Edelsüß mit rassiger, mundwässernder Säure.


Oberweseler St. Martinsberg
Spätburgunder Rotwein Barrique trocken 2000
*-**
(A: 13,5% vol., Preis: 9,90 €, verkostet im April 2004)

Rubin mit Orangereflexen. Mittlere Farbtiefe, Rand ganz leicht orange aufgehellt. Feines, nuanciertes Bukett von mittlerer Intensität. Aromen von Kirschen und Brombeermarmelade, dazu deutliche Röstnoten. Etwas Bittermandel. Braucht viel Luft. Weicher Auftakt, kräftiger Körper. Retronasal wieder deutliche Kirsch- und Brombeeraromen. Noch junger, kräftiger Gerbstoff. Mittlerer Nachhall von jugendlicher Frucht und jungem, noch rauhem Gerbstoff.
Burgunder nach französischem Vorbild mit gekonnt eingesetztem Barrique. Noch sehr jugendlich, besitzt Potenzial.
 


 

   © 2003-2010 Jens Burmeister •  jburmeister@gmx.de