Weingut Heinrich Weiler *-**
Inhaber: Stephan Fendel
Mainzer Strasse 2
55430
Oberwesel
Tel.: 06744 - 323
E-Mail: weingut-weiler@gmx.de
Internet:
http://www.weingut-weiler.com
Rebfläche: 6,5 Hektar
Produktion: 35.000 Flaschen/Jahr
Das
seit 1607 bestehende Weingut Heinrich Weiler wurde im Jahre 1990 von
der Familie Fendel aus Niederheimbach

übernommen.
Der ganze Stolz
der Familie Fendel sind die heute 0,7 ha in der Spitzenlage
Kauber Roßstein, die sich im
Alleinbesitz
des Weingutes Weiler befinden. Bereits historische Verkostungsnotizen
und
Prämierungen (s.u.) belegen die herausragende Stellung dieses
Mittelrhein-Terroirs. Das breite Rebsortenspektrum des Weingutes Weiler
reicht von Riesling über Müller-Thurgau, Grauburgunder,
Kerner, Huxelrebe und Spätburgunder bis zum Dornfelder. Das
Weingut verfügt über eine Vielzahl alter Reben, was die
Erträge automatisch auf durchschnittliche 50 hl/ha reduziert.
Vergärung und
Ausbau der Weine erfolgen in der Regel in Kunststofftanks,
Holzfässer
kommen nur selten zum Einsatz. Die qualitativ höherwertigen Weine
werden nach kurzer Maischestandzeit allesamt durch Spontangärung
erzeugt und erfahren ein langes Lager auf der Feinhefe. Das Ergebnis
sind Weine von ausgeprägter Aromatik, die gleichzeitig kraftvoll
und leicht wirken. Mit ihren Aromen heimischer Früchte, der
würzigen Mineralik und lebhaften Säure bieten sie
großes Trinkvergnügen. Dabei sind es besonders die
Roßstein-Rieslinge, mit denen Terroir-Fans auf Entdeckungsreise
gehen können. Schade nur, dass die 2004'er
Roßstein-Rieslinge in wirklich unpassende Bordeaux-Flaschen
agbefüllt wurden. Aus dem
Jahrgang 2005 gibt es leider keinen Roßstein-Riesling (unter
anderem das Muffelwild war hieran Schuld). Doch die im Oktober 2006 aus
dem Faß probierte 2006'er Roßstein Riesling Auslese weckt
große Hoffnungen...
Verkostete Weine
Oberweseler
Römerkrug Riesling Spätlese feinherb 2005 *-**
(A:
11% vol., Preis: 5,00 €,
verkostet im Januar 2007)
Intensive Nase. Etwas Fruchtdrops und opulente, an
Williams-Birne erinnernde Frucht. Noten steiniger Mineralik und
pfeffrige Würze im Hintergrund. Kraftvoll und herbfruchtig, dabei
gleichzeitig leichtgewichtig am Gaumen. Feiner Säurenerv, gut
abgestimmte Restsüße. Intensiver Nachhall von herbfrischer
Frucht und ausgeprägten, beinahe pfeffrigen Noten strenger
Gewürze.
Kraftvolle Spätlese mit opulenter Birnenfrucht, herbfrischer
Gaumenaromatik und intensivem, pfeffrig-würzigem Nachhall.
Oberweseler
Römerkrug Grauburgunder Spätlese tr. 2005 **
(A: 13%
vol., Preis: 6,00 €,
verkostet im Januar 2007)
Helles, etwas rötliches Gold. Feine, sehr intensive
Nase. Ausgeprägte Honignote, getrocknete Aprikosen und
Rosenblüten. Feine, lakritzartige Gewürznote im Hintergrund.
Weich und leicht, dabei intensiv würzig-fruchtig am Gaumen. Sehr
dezente Säure. Sehr langer, intensiver Nachhall strenger, am Ende
leicht bitterer Gewürznoten.
Gelungener Grauburgunder aus 50 Jahre alten Reben mit ausgeprägter
Honig-Nase, saftiger Gaumenaromatik und intensiver, lakritzartiger
Würze.
Kauber
Roßstein Riesling Auslese trocken 2004 **
(A: 12%
vol., Preis: 8,50 €,
verkostet im Januar 2007)
Intensives, komplexes Bukett, das sich langsam öffnet.
Herbfruchtige Äpfel, Hauch schwarzer Johannisbeere, Schiefer und
rauchig-würzige Noten. Kraftvoll-würzige Frucht am Gaumen.
Prägnanter, sehr gut eingebundener Säurenerv. Intensiver,
langer Nachhall von salzig-mineralischen Noten und intensiven Aromen
süßer Gewürze.
Prägnanter Terroir-Riesling mit Ecken und Kanten: Apfelfrucht,
Schiefer, Rauch, feste Säure und intensiv würziger Nachhall.
Loreley
Riesling trocken 2004 *
(A: 12%
vol., Preis: 3,00 €,
verkostet im Januar 2007)
Gereifte Nase von mittlerer Intensität. Deutliche
Zitrusnote (erinnert an sehr reife Zitronen), laktische Komponenten und
Schiefer. Frische Zitrusfrucht am Gaumen, feste Säure und
angenehme Restsüße. Mittlerer Nachhall von fruchtigen und
feinwürzigen Noten.
Saftiger, zitrusfruchtiger Riesling mit fester Säure und
feinwürzigem Nachhall. Viel Wein für's Geld.
Kauber
Roßstein Riesling Spätlese halbtrocken 2004 **
(A:
11,5% vol., Preis: 7,00 €,
verkostet im Januar 2007)
Feinfruchtige, komplexe Nase von mittlerer
Intensität, die Zeit zum Öffnen braucht. Fruchtserien von
heimischen bis zu tropischen Früchten (reife Äpfel, Ananas,
Banane). Hauch von steiniger Mineralik und Zimt. Intensive, aber
elegante Gaumenaromatik. Expressive Frucht, unterstützt von
feinnerviger Säure. Saftig, verführt zum Trinken. Intensiver,
mittellanger Nachhall von fruchtigen und feinwürzigen Aromen.
Eleganter, geradezu fruchtberstender, saftiger Roßstein-Riesling
mit feingliedriger Säure und feinwürzigem Nachhall.
Kauber
Roßstein Riesling Spätlese 1998 *
(A: 8,5%
vol., Preis: 8,00 €,
verkostet im Januar 2007)
Feines, reifes Bukett von mittlerer Intensität.
Erinnerung an Orangen, Calvados und Karamell. Dezente Rauchnote.
Leichtgewichtiger, weicher Auftakt. Reife Frucht, feiner Säurenerv
und gut abgestimmte Restsüße. Dezenter Nachhall von
röstigen Noten und Aromen süßer Gewürze.
Eleganter, gereifter Riesling mit Noten von Calvados, Karamell, Rauch,
feiner Säure und süßlich-würzigem Nachhall.
Historische
Verkostungsnotiz (aus: S. Andres, Die grossen Weine
Deutschlands, Ullstein-Verlag, Frankfurt, 1960):
Roßstein
Riesling Auslese, Weingut Weiler, 1957
(verkostet im Dezember 1959 von Stefan
Andres)
"Eine Kreszenz aus der Kauber
Gemarkung, doch gehören die meisten Wingerte vom Roßstein
Besitzern aus Oberwesel. Ein Wein von einer fast noch rheingauhaften
Fruchtigkeit. Dabei ist er rassig und bietet eine liebliche, reiche
Blume. Er erhielt die Große silberne Preismünze der DLG und
die Goldene der Landwirtschaftskammer Rheinland-Nassau."