Weingut Sturm
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Inhaber: Martin Sturm                 
Im Rosenberg 3
56599 Leutesdorf
Tel.: 02631-9476026
E-Mail: info@sturm-weingut.de
Internet: http://www.sturm-weingut.de
Rebfläche: 2,5 Hektar


Martin Sturm ist ein waschechter Seiteneinsteiger, der frischen Wind an den nördlichen Mittelrhein bringt! Der Wirtschaftsjournalist begann in Leutesdorf parallel zu seiner Arbeit als Redakteur eine Winzerlehre, die er im Alter von 35 Jahren mit der Gesellenprüfung abschloß. Das erste Jahr seiner Ausbildung verbrachte er im Weingut Peter Hohn, das zweite Jahr im Weingut Nelles an der Ahr. Von 2002 bis 2007 widmete er sich im Nebenerwerb gemeinsam mit Marco Hofmann in Bacharach dem Anbau von Riesling und rotem Spätburgunder. Im Herbst 2010 hängte er schließlich seinen Redakteurs-Job an den Nagel und begann ein neues, auf Haupterwerb ausgerichtetes Weingut in Leutesdorf zu gründen.  Im Winter 2010/2011 legte man mit zwei Hektar Weinbergen los und brachte den Betrieb in den Räumlichkeiten des Weinguts Gerolstein unter. Helmut Gerolstein betreibt seine Straußwirtschaft zwar weiter, hat seinen eigenen Weinbau aber aufgegeben und seine Weinberge, Keller und Verkaufsräume Martin Sturm überlassen. Fast ein Viertel des alten Rebbestandes wurde noch im Winter 2010 gerodet, sodass an gleicher Stelle 0,3 Hektar Spätburgunder neu gepflanzt werden konnten. Aktuell umfaßt das Rebsortenspektrum Riesling (80%), Kerner (4%) sowie frisch gepflanzten Spätburgunder (12%) und den modischen Sauvignon Blanc (4%). Alle Reben wachsen in Steillagen, keine der Parzellen kann im Direktzug bewirtschaftet werden. Die Vergärung der Sturm'schen Weine erfolgt ungekühlt in Tanks aus Edelstahl oder Kunststoff, vorwiegend mit Reinzuchthefen, teilweise aber auch spontan.
Als absolutes Novum in Leutesdorf wird im Weingut Sturm ein zertifizierter Biowein erzeugt, das Weingut ist Mitglied im renommierten Verband ECOVIN.  Dem Terroirgedanken erweist Martin Stum geradezu vorbildlich seine Reverenz, indem das Sortiment in Guts- und Lagenweine unterschieden wird. Die Gutsweine des Hauses stammen aus verschiedenen Leutesdorfer Weinbergen in den ehemaligen Lagen Gartenlay und Rosenberg, sie tragen alle die Bezeichnung "vom steilen Schiefer". Die Lagenweine schließlich stammen aus einzeln gelesenen und ausgebauten Parzellen, die teilweise durch Namen wie "Steinbruch", "Hinterm Haus" oder "Ohm Johann" prägnant bezeichnet werden. Auch eine 2011er Beerenauslese sowie eine kleine Partie Riesling Sekt brut werden im Laufe des Jahres erscheinen.
Die Premieren-Kollektion kommt noch sehr jugendlich und etwas verschlossen daher, deutet aber bereits ihre Klasse an. Vor allem die Rieslinge sind knackfrisch, glasklar und mit einem soliden mineralischen Fundament ausgestattet. Sie riechen nach süßen Blüten, Zitrus- und heimischen Früchten sowie Kräutern und verfügen über ein kräftiges Säurerückgrat. Im Vergleich des filigran-mineralischen "Steinbruch", des kraftvoll salzig-mineralischen "Ohm Johann" und des floralfruchtigen "Hinterm Haus" wird Terroirtypizität exemplarisch erlebbar.
Fazit: Wenn Martin Sturm sagt, dass die Premiere geglückt sei, kann man ihm nur beipflichten!



Verkostete Weine


Riesling Qualitätswein trocken "vom steilen Schiefer" 2011 *   
(A: 12,0% vol., Preis: 7,90 €, verkostet im April 2012)

Erfrischendes Bukett von mittlerer Intensität. Erinnerung an Zitrusfrüchte, Äpfel, Cassis, süße Blüten und pfeffrige Aromen. Kerniger Auftakt. Knackfrische, intensive, saftige und zitrusfruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von rassigem Säurenerv. Intensiver Nachhall, geprägt von salzigen und feinherben Aromen.
Knackfrischer Leutesdorfer Riesling mit zitrusfruchtiger Nase, saftiger Gaumenaromatik, rassigem Säurenerv und salzig-feinherbem Abschluss.


Riesling Spätlese trocken "Steinbruch" 2011 *-**   
(A: 12,5% vol., Preis: 14,90 €, verkostet im April 2012)

Etwas verschlossene, komplexe, grünfruchtig-mineralische Nase, die Zeit zum Öffnen braucht. Stachelbeeren, Cassis, Grapefruit, Sahne, Schiefer und Liebstöckel. Kraftvoller, würziger Auftakt. Intensive, grünfruchtig-schiefrige und strengwürzige Gaumenaromatik, unterstützt von kräftigem, aber sehr gut eingebundenem Säurenerv. Intensiver, langer Nachhhall, geprägt von salzigen, ausgeprägt schiefrigen und liebstöckelartigen Aromen mit pfeffrigem Finish.
Charaktervolle, mineralische Spätlese mit Cassis-Schiefer-Nase, intensiver, grünfruchtig-würziger Gaumenaromatik, kräftiger Säure und liebstöckelwürzig-pfeffrigem Finish.


Riesling Spätlese feinherb "Ohm Johann" 2011 *-**   
(A: 12,0 % vol., Preis: 12,00 €, verkostet im Mai 2012)

Verschlossene, floralfruchtig-mineralische Nase, die sich langsam öffnet. Erinnerung an süße Blüten, Weinbergspfirsiche, tropische Früchte (Ananas, Banane), steinige Mineralik (Kreide, Kalk) und vegetative Noten. Überraschend kraftvoller Ansatz. Intensive, erfrischende, süßfruchtig-feinherbe Gaumenaromatik, unterstützt von kräftigem Säurerückgrat und dezenter Restsüße. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von kernig fruchtigen, ausgeprägt salzigen und feinherb-mineralischen Aromen.
Komplexe, animierende Spätlese mit verschlossener, floralfruchtiger Nase und kernig-fruchtiger Gaumenaromatik auf einem wuchtigen, salzig-mineralischen Fundament.


Riesling Kabinett halbtrocken "Hinterm Haus" 2011 *-**   
(A: 11,5% vol., Preis: 9,00 €, verkostet im April 2012)

Intensives, komplexes Bukett, das Zeit zur vollen Entfaltung braucht. Süße Blüten, Honigkerze, Zitrusfrüchte, Cassis, Schiefer und strenge Gewürze. Frischer, würziger Auftakt. Intensive, animierende, zitrusfruchtig-florale und schiefergeprägte Gaumenaromatik, unterstützt von lebendigem Säure-Süße-Spiel. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von salzigen, schiefermineralischen und feinwürzigen Aromen.
Animierender, komplexer Riesling-Kabinett mit floralfruchtig-schiefriger (Rosenberg-) Nase, intensiver Gaumenaromatik, lebendigem Säure-Süße-Spiel und schiefermineralisch-feinwürzigem Finish.


Riesling Spätlese 2011 *   
(A: 12,0% vol., Preis: 11,00 €, verkostet im April 2012)

Feines, zurückhaltendes, floral-fruchtiges Bukett. Reife Äpfel, Grapefruit, Honig, süße Blüten, Salz und feine Gewürznoten. Braucht Zeit zum Öffnen. Leichtgewichtiger, süßer Auftakt. Saftig-süße und cremige, reiffruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von animierendem Spiel von feiner Säure und opulenter Süße. Intensiver, langer und komplexer Nachhall, geprägt von salzigen und feinen strengwürzigen Aromen.
Filigrane Riesling-Spätlese mit Apfel-Honig-Nase, reiffruchtig-würziger Gaumenaromatik, opulenter Süße und salzig-strengwürzigem Finish.


Riesling Auslese 2011 *-**   
(A: 9,0% vol., S: 7,5 g/l, RZ: 81,5 g/l, verkostet im Mai 2012)

Intensive, komplexe, floralfruchtig-mineralische Nase. Erinnerung an Honig, Orangen, Lagerobst (reife Äpfel), Schiefer und Kräuter (Liebstöckel). Eleganter, süßer Auftakt. Filigrane, süßfruchtig-kräuterige Gaumenaromatik von mittlerer Intensität. Feiner Säurenerv und opulente Restsüße. Nachhall von mittlerer Intensität, geprägt von dezenten, feinherb-mineralischen Aromen.
Feingliedrige, komplexe Riesling-Auslese mit floraler Orangen-Kräuter-Nase, filigraner Gaumenaromatik, opulenter Restsüße und feinherb-mineralischem Abschluss.


Kerner Qualitätswein "vom steilen Schiefer" 2011    
(A: 11,0% vol., Preis: 6,90 €, verkostet im Mai 2012)

Dezentes, fruchtig-süßes Bukett. Eisbonbons, Ananas, süße Blüten und grün-vegetative Aromen. Leichtgewichtiger Auftakt. Schlanke, süßfruchtig-feinwürzige Gaumenaromatik, unterstützt von feiner Säure und deutlicher Restsüße. Nachhall von mittlerer Intensität, geprägt von feinwürzigen Aromen.
Zurückhaltender, eleganter Leutesdorfer Kerner mit Eisbonbon-Ananas-Nase, süßfruchtig-saftiger Gaumenaromatik und süßlich-feinherbem Abschluss.


 


 

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