Kay Weine
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Inhaber: Kay Markus Thiel
Bergstraße 45
53639 Oberdollendorf-Königswinter
Tel.: +49 170 417 3 317
E-Mail: hallo@kay-weine.de
Internet: http://www.kay-weine.de
Rebfläche: 0,65 ha
Produktion: 3.000 Flaschen/Jahr
      
                                                 
Ein weiterer ambitionierter Seiteneinsteiger am Mittelrhein - diesmal am Niederdollendorfer Heisterberg!
Kay Weine, so der griffige Name für das Weingut, das Kay Markus Thiel 2015 gegründet hat. Hauptberuflich ist er in der IT-Branche tätig, befasst sich aber bereits seit 18 Jahren aus Leidenschaft mit dem Weinbau. Damals sammelte er erste praktische Erfahrungen, als er gemeinsam mit einem Freund einige Jahre lang einen Weinberg in Klüsserath an der Mosel bewirtschaftete, tatkräftig unterstützt vom Winzer Bernhard Kirsten.  Der Weinberg gehört ihm immer noch, ist aber inzwischen verpachtet -  der Weg von Bonn bis zur Mosel ist einfach zu weit.
Otmar Schmitz-Schlang war es, der 2002 am Niederdollendorfer Heisterberg einen historischen Weinberg anlegte und ihn neun Jahre lang bewirtschaftete. Anschließend lag das Gelände brach. Thiel griff 2015 zu, zog von Bonn nach Oberdollendorf und pachtete den 6000 Quadratmeter großen Weinberg. Nun ist er der Herr über 2600 Rebstöcke von Riesling, Früh- und Spätburgunder bis zu Elbling und Frühem Malinger.
Schmitz-Schlangs ökologischen Weinbau führt Thiel weiter. Der Betrieb ist Mitglied im Verband Bioland und befindet sich nach offizieller Lesart gerade in der Umstellung. Zur Düngung seiner Reben kommen ausschließlich erlaubte Naturprodukte zum Einsatz (Rapstrester, Hornmehl, Ackerschachtelhalmsud, etc.). Da Thiel für die Fällung seiner Weine anstelle tierischer Gelatine ein Erbsenprotein verwendet, sind seine Weine vegan. Der Ausbau der Kay-Weine erfolgt im Keller von Felix Pieper. Mit ihm hat Thiel einen herausragenden Mentor im Siebengebirge gefunden. Pläne für eine Erweiterung der Rebfläche am Heisterberg gibt es bereits.
Thiel vergärt alle Weine konsequent spontan, bei Rotweinen kommt auch das Barrique-Fass zum Einsatz. Nach einem Jahr Fassreife kommen die Rotweine auf die Flasche.
Die fünf vorgestellten Weine des Jahrgangs 2016 spielten auf duchgängig hohem Nivieau. Die Weißweine waren betont mineralisch, die Fruchtaromen klar herausgearbeitet. Besonders gefiel das Pfaffenröttchen #2, ein mineralisches Riesling-Statement vom Heisterberg. Die Rotweine waren elegant vom Barrique geprägt und fanden auf Anhieb Anschluss an die erste Liga der Mittelrhein-Rotweine.
Die drei aus 2017 probierten Weine bestechen durch Charakter und reife Aromatik. Besonders gefiel diesmal der Blanc de Noir, dessen Ähnlichkeit mit einem Gewürztraminer absolut verblüffend ist.

Fazit: Nur selten habe ich ein so starkes Debut eines Neueinsteigers am Mittelrhein erlebt!
 


Verkostete Weine

 
Pfaffenröttchen #1: Niederdollendorfer Heisterberg
Malinger Qualitätswein trocken  2017 *-**
(A: 11,5% vol., S: 5,5 g/l, RZ: 3,8 g/l, Preis: 7,50 €, verkostet im November 2018)

Zarter Gelbton. Floralfruchtig-würzige Nase von mittlerer Intensität, die Zeit zur vollen Entfaltung braucht. Holunderblüten, reife Äpfel, Birnen, Cassis und feine Kräuternoten. Kraftvoller, schmelziger Auftakt. Intensive, dichte, apfelfruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von sehr gut eingebundenem Säurenerv. Langer, intensiver Nachhall von salzigen und kräuterwürzigen Aromen.
In der Nase etwas verschlossener Malinger mit floraler Apfel-Kräuter-Nase, intensiver Gaumenaromatik, sehr gut eingebundenem Säurerückgrat und salzig-kräuterwürzigem Finale. Kann man eigentlich mehr Aroma aus einem Malinger herauskitzeln?



Pfaffenröttchen #6: Niederdollendorfer Heisterberg
Cuvee Henry Blanc de Noir Qualitätswein trocken  2017 *-**
(A: 11,5% vol., S: 5,0 g/l, RZ: 0,1 g/l, Preis: 12,50 €, verkostet im November 2018)

Goldgelb. Expressive, floral-reiffruchtige Nase. Rosenblüten, Honig, Himbeeren, Litschi und feine Gewürznoten. Kraftvoller, cremig-würziger Auftakt. Intensive, schmelzige, reiffruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von feinem Säurerückgrat. Langer Nachhall von feinsalzigen und kräuterwürzigen Aromen.
Charaktervoller Blanc de Noir mit expressiver Rosenblüten-Litschi-Nase, intensiver schmelziger Gaumenaromatik, feingliedrigem Säurenerv und feinsalzig-kräuterwürzigem Abschluss.

 

Pfaffenröttchen #3: Niederdollendorfer Heisterberg
Elbling Qualitätswein feinherb  2017 *
(A: 11% vol., S: 7,6 g/l, RZ: 13,6 g/l, verkostet im November 2018)

Blassgelb. Verhaltene, floralfruchtige Nase. Süße Blüten, Honig, reife Grapefruit, Birnen und nussige Noten. Dezenter, animierender Auftakt. Süßfruchtige Gaumenaromatik von mittlerer Intensität, unterstützt von anregendem Säure-Süße-Spiel. Mittellanger Nachhall von feinwürzigen Aromen.
Leichtgewichtiger Elbling-Sommerwein mit floraler und nussiger Birnen-Nase, animierender Gaumenaromatik und Mittellanger, feinwürzigem Finale.





Pfaffenröttchen #1: Niederdollendorfer Heisterberg
Malinger Qualitätswein trocken  2016 *
(A: 10,5% vol., S: 6,4 g/l, RZ: 1,2 g/l, Preis: 7,50 €, verkostet im Januar 2018)

Zurückhaltende, floralfruchtige und würzige Nase. Erinnerung an süße Blüten, reife mehlige Äpfel, Himbeeren und feine Gewürznoten. Frischer, würziger Auftakt. Gaumenaromatik von mittlerer Intensität, geprägt von feinfruchtigen und würzigen Aromen, unterstützt von dezentem Säurerückgrat. Mittellanger Nachhall von mineralischen Aromen.
Unkomplizierter Malinger mit zurückhaltender, floralfruchtiger Nase, erfrischender Gaumenaromatik, dezentem Säurerückgrat und feinmineralischem Finale.



Pfaffenröttchen #2: Niederdollendorfer Heisterberg
Riesling Qualitätswein trocken  2016 **
(A: 12% vol., S: 8,4 g/l, RZ: 9,0 g/l, Preis: 10,50 €, verkostet im Januar 2018)

Helles Gelb. Florale und üppigfruchtige Nase. Süße Blüten, Grapefruit, Weinbergspfirsich, Mango, Liebstöckel und Schiefer. Rassiger, zitrisch-würziger Auftakt. Intensive Gaumenaromatik, geprägt von zitrisch-reiffruchtigen Aromen. Rassiger Säurenerv und fein balancierte Restsüße. Intensiver, langer Nachhall von salzigen, liebstöckelwürzigen und schiefermineralischen Aromen.
Mineralisches Riesling-Starement vom Heisterberg mit floralfruchtiger Schiefer-Nase, intensiver rassiger Gaumenaromatik und langem zitrisch-schiefrigem Finale. Chapeau!

 

Pfaffenröttchen #3: Niederdollendorfer Heisterberg
Elbling Sekt brut  2016 *-**
(A: 12% vol., S: 8,0 g/l, RZ: 3,7 g/l, Preis: 13,00 €, verkostet im Januar 2018)

Zartes Gelb. Intensive, süßlich florale Nase. Honig, üppig süße Blüten, Banane, Äpfel und süße Gewürze. Runder, würziger Auftakt. Intensive bananenfruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von animierendem Säurenerv und prickelndem Mousseux. Langer Nachhall von süßfruchtigen und feinwürzigen Aromen.
Leichtgewirkter Elbling-Sekt mit üppig floraler Bananennase, cremiger Gaumenaromatik, animierendem Säurenerv und süßfruchtig-feinwürzigem Finale. Üppig sommerliche Leichtigkeit wurde hier im Sektglas eingefangen!



Pfaffenröttchen #4: Niederdollendorfer Heisterberg
Spätburgunder Qualitätswein trocken 2016 **
(A: 12,5 % vol., S: 4,3 g/l, RZ: 0,1 g/l, Preis: 14,50 €, verkostet im Februar 2018)

Durchscheinendes Rubinrot. Intensive, florale, reiffruchtige und rauchig-würzige Nase. Blüten, reife Brombeeren, Vanille, Rauch und Kräuter. Kraftvoller, fruchtig-würziger Auftakt. Intensive, brombeerfruchtig-würzige Gaumenaromatik, unterstützt von jugendlichem Gerbstoff. Langer, intensiver Nachhall von würzigen und feinherben Aromen.
Charaktervoller Spätburgunder mit eleganter Barriqueprägung, brombeerfruchtig-rauchiger Nase, animierender Gaumenaromatik, jugendlichem Gerbstoff und würzig-feinherbem Finale.



Pfaffenröttchen #6: Niederdollendorfer Heisterberg
Cuvée Henry Qualitätswein trocken  Barrique 2016 **
(A: 12% vol., S: 5,0 g/l, RZ: 0,1 g/l, Preis: 12,50 €, verkostet im Januar 2018)

Helles, durchscheinendes Rubinrot. Floralfruchtig-würzige Nase von mittlerer Intensität. Süße Blüten, Himbeeren, Erdbeeren, Vanille, Rauch und Gewürze. Samtig-fruchtiger und würziger Auftakt. Süßfruchtige und saftige Gaumenaromatik von mittlerer Intensität, unterstützt von reifem, feinherbem Tannin. Langer Nachhall von beerenfruchtigen und feinwürzigen Aromen. 
Reife, samtige Cuvee aus Spät- und Frühburgunder mit würziger Himbeer-Erdbeer-Nase, schmeichelnder Gaumenaromatik und beerenfruchtig-feinwürzigem Finale. Ein sehr zugänglicher Rotwein, der enorm viel Trinkspaß bereitet.


 


 

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