Weingut Johannes Hoffmann
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Inhaber: Ute und Johannes Hoffmann               
Rheinstraße 5
55430 Oberwesel
Tel.: 06744-1596
E-Mail: weingut.hoffmann@t-online.de
Internet: -           
Rebfläche: 3 Hektar
Produktion: 25.000 Flaschen/Jahr


Das im Stadtzentrum von Oberwesel gelegene Weingut Johannes Hoffmann blickt auf eine um 1700 begonnene Weinbautradition zurück. Im hauseigenen Gutsausschank kann man die Weine zu reginoaltypischen Gerichten (z.B. Weinfleisch) probieren. Das Rebsortenspektrum umfaßt neben Riesling auch Spätburgunder, Kerner, Müller-Thurgau und Dornfelder. Die Reben wachsen in den Oberweseler Lagen St. Martinsberg, Bernstein und Oelsberg sowie im Engehöller Goldemund und Damscheider Sonnenstock. Im Oelsberg hat das Weingut auch einen Anteil an der mit einer modernen Bewässerungsanlage ausgestatteten Rebfläche. Um möglichst saubere Rieslinge zu erzielen werden die Moste klar filtriert und anschließend mit Reinzuchthefe - zumeist in Kunststofftanks - vergoren, wobei auf Kühlung verzichtet wird. Auch mit dem Barrique-Fass experimentiert der Winzer. Die Weine werden früh abgefüllt, um die rege Nachfrage zu befriedigen. Das Ergebnis sind dichte, runde und kraftvoll-cremige Weine. Die 2006'er Rieslinge sind teilweise geradzu vollgepackt mit reifen Aromen heimischer und tropischer Früchte, nur die Säure könnte manchmal etwas prägnanter sein. Besonders gefiel mir die gut ausbalancierte, klassische, halbtrockene Riesling-Spätlese vom St. Martinsberg. Fazit: Das Weingut Johannes Hoffmann ist ein echter Geheimtipp am Mittelrhein!


Verkostete Weine


Engehöller Bernstein Riesling Spätlese trocken 2006 *-**
(A: 12,5 % vol., Preis: 5,50 €, verkostet im Mai 2007)

Intensive, süßliche, reif-fruchtige Nase. Erinnerung an Maracuja und Mirabellen. Feine Gewürznoten (Muskat) im Hintergrund. Weicher, kraftvoller Auftakt. Opulente, expressive Frucht. Sehr gut eingebundene, fast weiche Säure, schmeckbare Restsüße. Mittlerer Nachhall von feinen,salzig-mineralischen Noten und fester, strenger Würze am Ende.
Üppige, süßlich-maracujafruchtige Spätlese mit cremiger Gaumenaromatik und würzig-mineralischem Nachhall.


Mittelrhein Riesling Classic QbA trocken 2006 *
(A: 13,5 % vol., S: 7,5 g/l, RZ: 6,5 g/l, Preis: 4,50 €, verkostet im Mai 2007)

Bukett von mittlerer Intensität. Noten süßer Gewürze (Gewürznelken), geschnittenes Gras, leicht phenolischer Ton und an Bananen erinnernde Frucht. Kraftvoll, weich und alkoholisch-süßlich. Zurückhaltende Säure - animiert zum Trinken. Intensiver, langer Nachhall von salzig-mineralischen Komponenten und feinherb-pfeffrigen Gewürznoten.
Kraftvoller, alkoholisch-süßlicher Classic-Riesling mit würzig-bananenfruchtiger Nase und feinherb-pfeffrigem Nachhall.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling Kabinett halbtr. 2006 *-**
(A: 12,5 % vol., S: 6,6 g/l, RZ: 14,5 g/l, Preis: 4,50 €, verkostet im Mai 2007)

Intensives, reif-fruchtiges Bukett: Ananas, süße Blüten, Hauch süßer Gewürze und Noten steiniger Mineralik. Kraftvoll, weich, mit opulent süßer Frucht am Gaumen. Sehr gut eingebundene Säure - animiert zum Trinken. Intensiver Nachhall von leicht salzigen und feinwürzig-mineralischen Noten.
Aromatisch dichter, ananasfruchtiger Kabinett mit süßlich-weicher Gaumenaromatik und feinwürzigem Nachhall.


Oberweseler St. Martinsberg Riesling Spätlese halbtr. 2006 **
(A: 12,0 % vol., S: 7,7 g/l, RZ: 15,2 g/l, Preis: 5,50 €, verkostet im Mai 2007)

Traubiges Bukett von mittlerer Intensität.  Erinnerung an Apfelmost, dazu ausgeprägte, muskatartige Gewürznoten. Kraftvoller, weicher Auftakt. Ausgeprägte, mostig-würzige Frucht am Gaumen. Feiner, rassiger Säurenerv, kontrastiert von gut abgestimmter Süße. Intensiver, langer Nachhall von feinen, salzig-mineralischen und streng würzigen Aromen.
Kraftvoll-cremiger, halbtrockener Klassiker mit mostig-würziger Aromatik und feinwürzig-mineralischem Nachhall.


Oberweseler St. Martinsberg Spätburgunder trocken
"Blanc de Noirs" 2006 *
(A: 13 % vol., S: 5,5 g/l, RZ: 4,6 g/l, Preis: 5,20 €, verkostet im Mai 2007)

Leichter Rosé-Touch. Dichte, intensive Pinot-Nase. Tropische Früchte (Banane, Ananas) und strenge Gewürze (Muskatnuß, etwas Lakritz). Cremig und vollmundig am Gaumen. Geschmeidig, beinahe süßlich, mit weicher Frucht und dezenter Säure. Animiert zum Trinken. Nachhall von mittlerer Intensität mit ausgeprägt feinherber Würze.
Gelungener "Trendwein" mit tropisch-würziger Nase, vollmundig-weicher Gaumenaromatik und feinherbem Nachhall.


Oberweseler St. Martinsberg Kerner Spätlese 2004 *
(A: 9,5 % vol., S: 5,7 g/l, RZ: 45,6 g/l, Preis: 5,00 €, verkostet im Mai 2007)

Süßlich-reifes Fruchtbukett von mittlerer Intensität. Aprikosen, Ananas und laktische Noten (Sahne). Anflug von Altersfirne und Schiefer. Eleganter, leichtgewichtiger Auftakt. Cremige, tropische Frucht, getragen von opulenter Süße und zurückhaltender, feingliedriger Säure. Süffig im besten Sinne. Mittlerer Nachhall, geprägt von opulenter Frucht, feiner Säure und dezenter Schiefer-Mineralik.
Süßlich-ananasfruchtiger, im besten Sinne süffiger Kerner mit feiner Säure und dezenter Schiefernote.


Oberweseler St. Martinsberg Spätburgunder QbA tr. 2003 *-**
(A: 13 % vol., S: 4,5 g/l, RZ: 5,1 g/l, Preis: 6,50 €, verkostet im April 2007)

Durchsichtiges, mitteldichtes Rubinrot. Intensive Nase mit Noten von Brombeermarmelade und süßen Gewürzen (Gewürznelken). Feine Rauchnote. Weicher, öliger Auftakt. Sehr reife Frucht, gut eingebundener Gerbstoff und angenehm süßer Gesamteindruck. Intensiver Nachhall von feinherben Noten strenger Gewürze mit dezenter Lakritznote am Ende.
Weicher, aromatisch dichter Spätburgunder mit süßem Fruchtkern, ausgeprägten Gewürznoten sowie angenehm feinherbem Gerbstoff.
 


 

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