Weingut Philipps-Mühle
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Inhaber: Martin und Thomas Philipps              
Gründelbach 49
56329 St. Goar
Tel.: 06741-1601
E-Mail: muehle@muehle-philipps.de
Internet: http://www.philipps-muehle.de          
Rebfläche: 2,5 Hektar

                                                              
Das Weingut Philipps-Mühle besticht durch sein Gesamtkonzept, bestehend aus Getreidemühle mit Hofladen, Winzerschenke, kleiner Vinothek und natürlich dem Weingut selbst. Für dieses Konzept wurde Thomas Philipps bereits 2005 mit einem Weinbau-Förderpreis ausgezeichnet. Inzwischen hat der Jungwinzer sein Studium in Geisenheim beendet, sein Bruder wird es ihm in Kürze gleichtun. Die beiden haben sich nicht weniger vorgenommen, als dem Flächenrückgang am Mittelrhein Einhalt zu gebieten und den Weinbau in St. Goar aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Die ursprünglich 0,3 ha des elterlichen Weingutes haben sie inzwischen auf 2,5 ha aufgestockt. Mittelfristig können sie sich ein Wachstum auf bis zu 5-6 ha vorstellen. In den St. Goarer Lagen Frohwingert und Ameisenberg kultivieren Sie zu 90% Riesling und 10% Müller-Thurgau. Nach Ganztraubenpressung werden die Weine in modernen Stahltanks unter Zusatz von Reinzuchthefe vergoren. Alle Weine werden als Qualitätsweine eingestuft und in die Segmente Basis (Edition PM), Mittel (Großlage) und Premium (Einzellagenweine) eingeteilt. Man verwendet ausschließlich Schraubverschlüsse, modern gestaltete Etiketten und füllt alle Weine in Bordeauxflaschen ab. Letzteres will mir gerade beim Riesling nicht wirklich einleuchten. 2007 ist nun der erste Jahrgang der neuen Philipps-Mühle. Die Rieslinge sind eher verhalten in ihrer Aromatik und werden mit der Zeit an Intensität und Nuanciertheit gewinnen. Sie präsentieren sich frisch und jugendlich. Mit ihrer prägnanten Säurestruktur verkörpern sie die nördliche Kühle des Anbaugebietes. Es sind Weine, denen ein wenig Restsüße keineswegs schadet. Von den Philipps-Brüdern sind jetzt viel Engagement und Kritikfähigkeit gefordert, um aus dem gelungenen Debüt eine Erfolgsgeschichte zu machen.



Verkostete Weine

Edition PM Riesling QbA trocken 2007 *
(A: 12% vol., Preis: 5,00 €, verkostet im Oktober 2008)

Bukett von mittlerer Intensität, das sich langsam öffnet. Erinnerung an süße Blüten, Honig, Zitrusfrüchte und strenge Gewürze. Säurebetonter, fester Auftakt. Würzige Frucht, unterstützt von sehr rassigem Säurenerv. Intensiver Nachhall, geprägt von festen, strengwürzig-pfeffrigen Aromen.
Säurefrischer Riesling mit blumig-zitrusfruchtig-würziger Nase, fester Gaumenaromatik und strengwürzig-pfeffrigem Abschluß.


Edition PM Riesling QbA halbtrocken 2007 *
(A: 11% vol., Preis: 5,00 €, verkostet im September 2008)

Frische Nase von mittlerer Intensität, die sich langsam öffnet. Erinnerung an Grapefruit, Hefe und süße Gewürze. Schlanker, frischer Ansatz. Klare, jugendliche Frucht, unterstützt von rassigem Säurenerv. Sehr dezente Restsüße. Mittlerer Nachhall, geprägt von feinmineralischen und feinwürzigen Aromen.
Klar strukturierter, prägnanter Riesling mit Grapefruit-Nase, rassiger Säure und feinmineralischem Nachhall. Eine wahre Frischzellenkur für Liebhaber rassiger Rieslinge.


St. Goarer Burg Rheinfels Riesling QbA trocken 2007
(A: 11,5% vol., Preis: 7,50 €, verkostet im September 2008)

Nase von mittlerer Intensität, die Zeit zum Öffnen braucht. Herbe Apfelfrucht und zimtartige Würze. Fester, kraftvoller Ansatz. Herbfrisch-würzige Frucht, unterstützt von festem Säurenerv. Mittellanger Nachhall von herben Fruchtaromen und feiner Würze.
Herbfruchtiger Riesling mit fester Säure und feinwürzigem Nachhall.


St. Goarer Burg Rheinfels Riesling QbA halbtrocken 2007 *
(A: 11,5% vol., Preis: 7,50 €, verkostet im September 2008)

Nase von mittlerer Intensität. Braucht Zeit zum Öffnen. Vielfältige Assoziationen, die von Dörrobst und Honig über schwarze Johannisbeeren bis zu Schiefer und strengen Gewürzen reichen. Schlanker Auftakt. Saftige, frische Gaumenaromatik, reife Frucht und fester Säureakzent. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von fester, feinherber Würze.
Fest gewirkter, noch etwas verschlossener Riesling mit komplexer Nase, frischem Gaumeneindruck und feinherb-würzigem Finale.


St. Goarer Frohwingert Riesling QbA trocken 2007 *
(A: 12,5% vol., Preis: 10,00 €, verkostet im Oktober 2008)

Herbfrisches, grünes Fruchtbukett. Erinnerung an Stachelbeeren und strenge Gewürze. Herbfrischer Auftakt. Grüne, präsente Frucht, unterstützt von sehr rassigem Säurenerv. Intensiver Nachhall, geprägt von mundwässernder Säure und strengwürzigem Abschluß.
Herbfruchtiger Stachelbeer-Riesling mit rassigem Säurenerv


St. Goarer Ameisenberg Riesling QbA lieblich 2007 *-**
(A: 10,5% vol., Preis: 10,00 €, verkostet im Oktober 2008)

Blumige Nase von mittlerer Intensität, die sich langsam öffnet. Botrytis. Süße Blüten, Pfirsich und feine Gewürznoten. Schlanker, frischer Auftakt, lebendige Pfirsichfrucht. Schönes Zusammenspiel von prickelnder Säure und deutlicher Süße. Mittellanger Nachhall von feinwürzigen und feinmineralischen Noten.
Animierender, geschmacklich halbtrockener Ameisenberg-Riesling mit Pfirsich-Blumen-Nase, rassigem Säurerückgrat und feinwürzigem Finish.
 


 

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