Das
Buch:

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Weingut Scheidgen *-**
Inhaber:
Georg Scheidgen
Hauptstraße 10 56598 Hammerstein
Tel.: 02635-2329
E-Mail: winzer@weingut-scheidgen.de
Internet: http://www.weingut-scheidgen.de
Rebfläche: 15 Hektar
Produktion: 150.000 Flaschen/Jahr
Das
Weingut Scheidgen bewirtschaftet Weinberge in den Gemarkungen
Hammerstein, Leutesdorf und Rheinbrohl. Im Angebot des Weingutes finden
sich neben einem sehr umfangreichen
Rebsortenspektrum (Riesling, Müller-Thurgau, Weiß-, Grau-,
Spätburgunder, Portugieser, Dornfelder und andere) auch Sekte,
Destillate, Liköre, Weingelee, Traubensaft und Weinessig. Das
Weingut ist in den letzten Jahren kräftig gewachsen, trotzdem soll
das recht breite Rebsortenspektrum perspektivisch verkleinert
werden. Bemerkenswert ist, daß Georg Scheidgen auf seinen
Etiketten den Restzuckergehalt vermerkt - ein sehr zur Nachahmung
empfohlenes Vorgehen. Die Weißweine werden in langsamer,
gekühlter Gärung erzeugt, die Rotweine in einem
Maischegärtank vergoren. Georg Scheidgen versucht, den Wein so
wenig wie möglich zu bewegen und zu beeinflussen - wobei er auf
den Einsatz von Reinzuchthefen nicht verzichten will. Neben Riesling
hat sich Georg Scheidgen auf Burgunder spezialisiert, die auf den
lehmigen Schieferverwitterungsböden der Mittelsiegen-Schichten
hervorragend gedeihen. Beim Rotwein und beim Weißburgunder
führt Scheidgen den biologischen Säureabbau durch. Der
durchschnittliche Hektarertrag beträgt 70-80 Hektiliter. Die
Rieslinge des Gutes zeichnen sich durch
opulente Fruchtnoten aus, die häufig an tropische Früchte
erinnern. Hinzu kommt eine manchmal sehr kraftvolle Würze. In der
Fülle der Scheidgen-Rieslinge spiegelt sich deutlich das Terroir
des Mittelrheins nördlich von Koblenz. Zusammen mit den
Weingütern Selt und Emmerich
bildet das Weingut Scheidgen derzeit die qualitative Spitze am
nördlichen Mittelrhein. Die 2007'er Weine sind durch
fruchtig-sahnige Nasen, eine kraftvoll-cremige Gaumenaromatik sowie
ausgeprägte Gewürznoten gekennzeichnet. Besonders gefielen
mir der facettenreiche Weißburgunder aus der Hammersteiner
Hölle sowie das sahnig-würzige, halbtrockene
Riesling-Hochgewächs aus der Lage In den Layfelsen.
Verkostete Weine
Hammersteiner
In den Layfelsen Riesling Hochgewächs
halbtrocken 2007 *-** (A:
11,5% vol., S: 6,9 g/l, RZ: 15,4 g/l, Preis: 4,90 €, verkostet im Juni
2008)
Intensive, komplexe, fruchtig-würzige Nase. Im Vordergrund Banane
und Sahne, dahinter intensive Aromen von Stachelbeeren und strengen
Gewürzen. Schiefer-Mineralik. Geschmeidiger, cremiger Auftakt.
Dichte, herbwürzige Frucht, unterstützt von gut eingewobener
Säure und dezenter Restsüße. Intensiver, langer
Nachhall, geprägt von kraftvollen Noten strenger Gewürze.
Komplexer, sahniger, herbwürziger Riesling mit saftiger Gaumenaromatik
und kraftvollem Nachhall.
Leutesdorfer Gartenlay Riesling QbA halbtrocken 2007
*
(A:
11,5% vol., S: 6,9 g/l, RZ: 15,1 g/l, Preis: 4,00 €, verkostet im Juli
2008)
Fruchtig-würzige
Nase von mittlerer Intensität. Reife Äpfel, Blüten,
Sahne und strenge Gewürze. Cremiger Auftakt. Würzige
Apfelfrucht, feiner Säurenerv und deutliche Restsüße.
Mittlerer Nachhall von saftigen Fruchtaromen und feinherben Noten
strenger Gewürze.
Sahnig-apfelfruchtiger, würziger Riesling mit cremiger Gaumenaromatik
und feinherb-strengwürzigem Nachhall.
Hammersteiner Hölle Müller-Thurgau QbA halbtrocken
2007 *
(A:
12,5% vol., S: 6,2 g/l, RZ: 16,1 g/l, Preis: 3,90 €, verkostet im Juli
2008)
Frischfruchtige
Nase von mittlerer Intensität. Erinnerung an Birnen, Blüten
und Sahne. Deutliche Muskatnote. Weicher, cremiger Auftakt.
Sahnig-würzige Frucht, dezenter Säureakzent und deutliche
Restsüße. Nachhall von mittlerer Intensität mit
strengwürzigem Abschluß.
Sympathischer, dichter Müller-Thurgau mit sahnig-würziger
Birnenfrucht, dezenter Säure und strengwürzigem
Abschluß. Bietet ein hervorragendes Verhältnis von Preis zu
Genuß.
Leutesdorfer Gartenlay Rivaner trocken 2007
*
(A:
12,5% vol., RZ: 7,8 g/l, verkostet im Juli 2008)
Nase
von mittlerer Intensität. Reife Äpfel, Sahne und
ausgeprägte Muskataromen. Kraftvoller, cremiger Auftakt. Sahnige
Apfelfrucht, ausgeprägte Würze, kräftiger Säurenerv
und deutliche Restsüße. Intensiver, langer Nachhall von
strengwürzigen Muskatnußnoten.
Kraftvoll-cremiger Rivaner mit Apfel-Muskat-Nase, kräftiger Säure und
strengwürzigem Abschluß.
Leutesdorfer Gartenlay Riesling Hochgewächs 2007
*
(A: 9,5% vol., S: 7,0 g/l, RZ: 46,6 g/l, Preis: 4,90 €, verkostet im
Juli 2008)
Sehr
zurückhaltende Nase. Erinnerung an Grapefruit, Mandarinen,
Äpfel, laktische Komponenten und strenge Gewürze.
Süßer Auftakt. Saftige Frucht, kraftvoller Säurenerv
und opulente Süße. Mittlerer Nachhall, geprägt von
angenehmer, feinherber Würze.
Rassiger Gartenlay-Riesling mit feinfruchtiger Nase, festem
Säurenerv, opulenter Süße und feinwürzigem
Nachhall. Leutesdorfer
Gartenlay Spätburgunder Blanc de Noir
QbA trocken 2007 *-** (A:
12% vol., S: 6,6 g/l, RZ: 6,9 g/l, Preis: 5,90 €, verkostet im Juni
2008)
Blaßgold mit dezentem Lachston. Verhaltene Nase, die
zunächst an Erdbeeren mit Sahne erinnert. Später aufkommend
deutliche Cassis-Note und strenge Gewürze. Im Auftakt ein softer
Gaumenschmeichler. Cremige Frucht, unterstützt von lebendiger
Säure. Animiert zum Trinken. Nachhall von mittlerer
Intensität, geprägt von sahnigen und feinwürzigen
Akzenten.
Sahnig-feinfruchtiger, animierender Blanc de Noir mit hintergründiger
Cassis-Note und lebendiger Säure.
Leutesdorfer Gartenlay Spätburgunder Rose QbA 2007
(A:
10,5% vol., S: 6,2 g/l, RZ: 33,2 g/l, Preis: 4,20 €, verkostet im Juni
2008)
Heller
Lachston. Intensive, süßfruchtige Nase. Ausgeprägtes
Bananenaroma, Erdbeeren und strenge Gewürze
(Liebstöckel-Erinnerung). Saftiger, süßer Auftakt.
Süßfruchtig, mit feiner Säure. Nachhall von mittlerer
Intensität, geprägt von süßfruchtigen und
feinherb-würzigen Noten.
Femininer, opulent süßfruchtiger Rose mit feiner Säure und feinherbem
Nachhall.
Hammersteiner
Hölle Weißburgunder QbA trocken 2007
*-**
(A:
13% vol., S:
6,2 g/l, RZ: 6,2 g/l, Preis: 4,60 €, verkostet im Mai 2008)
Würzige, rebsortentypische Burgunder-Nase von
mittlerer
Intensität. Honigmelone, Butter, frisch geschnittenes Gras,
steinige Mineralik und strenge Gewürze. Cremig-würziger
Ansatz. Buttrig mundfüllend, mit fester Würze und
prägnanter Säurestruktur. Intensiver, langer Nachhall mit
strengwürzig-pfeffrigem Abschluß.
Rebsortentypischer, facettenreicher Weißburgunder mit
würzig-buttriger Gaumenfülle und pfeffrigem Abschluß.
Hammersteiner Grauer Burgunder QbA trocken
2007
*
(A:
12,5% vol., RZ: 5,7 g/l, verkostet im Juni 2008)
Cremige,
intensive, rebsortentypische Burgunder-Nase. Erinnerung an Honigmelone,
Butter, etwas Gras und strenge Gewürze. Kraftvoller,
cremig-würziger Auftakt. Feste Gaumenaromatik, begleitet von
kräftiger Säure. Langer, intensiver Nachhall, geprägt
von strengen Gewürznoten mit feinherber Lakritznote am Ende.
Cremiger, rebsortentypischer Grauburgunder mit Melonen-Butter-Nase,
kraftvoller Gaumenaromatik und ausgeprägt herbwürzigem
Abschluß.
Rheinbrohler Römerberg Spätburgunder
Rotwein
QbA trocken 2007 *-** (A:
13,5% vol., S: 6,2 g/l, RZ: 6,2 g/l, Preis: 7,90 €, verkostet
im Juni 2008)
Durchsichtiges,
mitteldichtes Rubin mit violetten Reflexen. Intensive,
fruchtig-erdige Nase. Erinnerung an Kirschen, Erde und Gewürze
(Zimt, Süßholz). Nach dem Öffnen etwas
Kohlensäure. Samtweicher Auftakt. Dichte, viskose Art mit
intensiver, würziger Kirschfrucht, zurückhaltender Säure
und sehr weichem Gerbstoff. Intensiver, langer Nachhall von samtiger
Kirschfrucht mit feinwürzigem Abschluß.
Samtweicher Spätburgunder mit dichter, erdiger Kirschfrucht, softem
Tannin und feinwürzigem Finish.
Hammersteiner
Hölle Weißburgunder QbA trocken 2005
*-**
(A:
12,5% vol., S:
6,6 g/l, RZ: 8,5 g/l, Preis: 4,40 €, verkostet im April 2006)
Dezente, noch etwas
verschlossene Nase, die sich langsam
öffnet. Noten von Vanille, Honigmelone und Röstaromen.
Cremig, mit mittlerem Körper. Reife, saftige Frucht,
unterstützt von nerviger Säure. Mittlerer Nachhall von
opulenter Frucht und feinherber, an Lakritz erinnernder Würze.
Gelungener, saftiger Weißburgunder mit tropischem Fruchtbukett,
cremigem Körper, nerviger Säure und feiner Lakritz-Note.
Riesling Classic QbA 2004
*
(A:
11,5% vol., Preis:
4,80 €, verkostet im April 2006)
Verhaltene Nase mit Noten von Aprikose und
Vanille. Strenge
Gewürznoten im Hintergrund. Braucht Luft. Kraftvoll,
mundfüllend am Gaumen. Frische Aromatik
heimischer Früchte, unterstützt von feinem Säurenerv und
kräftiger Würze. Intensiver Nachhall von Noten strenger, am
Ende fast bitterer Gewürze (Liebstöckel).
Kraftvoller, noch etwas verschlossener Riesling Classic mit feiner
Aprikosenfrucht und intensiver Würze.
Hammersteiner
In den Layfelsen Riesling Selektion QbA trocken 2004
(Riesling vom
Schiefergestein) *-**
(A:
13,5% vol., Preis:
10,00 €, verkostet im April 2006)
Intensives, komplexes Bukett mit laktischen Noten,
Sandstein-Mineralik, Apfelfrucht, schwarzen Johannisbeeren und Aromen
strenger Gewürze. Wuchtig am Gaumen. Kraftvoller Körper mit
herber Frucht und rassiger Säure. Intensiver Nachhall von Noten
strenger, am Ende feinherb-bitterer Gewürze (Erinnerung an
Liebstöckel und Lakritz).
Kraftvoller Terrroir-Vertreter mit schwarzer Johannisbeer-Frucht und
sehr intensiven, am Ende fast bitteren Gewürznoten.
Hammersteiner
In den Layfelsen Riesling Spätlese htr. 2004
**
(A:
11% vol., S:
6,7 g/l, RZ: 15,5 g/l, Preis: 5,60 €, verkostet im April 2006)
Feines,
differenziertes Bukett mit deutlichem Bananenaroma.
Im Hintergrund feine, erdig-steinige Mineralik und würzige Noten.
Leichter, frischer Auftakt. Lebendige Rieslingfrucht, begleitet
von filigraner Säure und
sehr gut abgestimmter Restsüße. Besitzt Schmelz. Feiner
Nachhall von mittlerer Intensität, geprägt von frischer
Frucht und feinherben, würzig-mineralischen Noten.
Gelungene, filigrane Spätlese mit Bananenduft, feiner Mineralik,
frischer Säure und feiner Würze.
Hammersteiner Burg
Hammerstein Kerner Spätlese
2004 *
(A:
8,5% vol., S:
8,6 g/l, RZ: 72,3 g/l, Preis: 5,50 €, verkostet im April 2006)
Etwas verhaltene
Nase mit Anklängen an
Zitrusmarmelade. Ganz feine Schiefernote und süße
Gewürze im Hintergrund. Leichtgewichtig, aber viskos am Gaumen.
Opulente Restsüße, unterstützt von beinahe rassigem
Säurespiel. Mittlerer Nachhall, geprägt von anregendem
Säure-Süße-Spiel und feinherben Noten.
Überraschend rassiger Kerner mit zurückhaltender, an
Zitrusmarmelade erinnernder Frucht und interessantem
Säure-Süße-Spiel.
Hammersteiner In den Layfelsen Riesling Hochgewächs halbtr. 2002
*
(A:
11% vol., S:
7,5 g/l, RZ: 16,1 g/l, Preis: 4,40 €,
verkostet im Juli 2004) Intensives, opulentes
Bukett. Zunächst
Gäraromatik: tropische und künstliche Früchte, wie
Bananen,
Ananas und Eisbonbons. Darunter ausgeprägte, würzige
Aromen. Opulent, kraftvoll und nachhaltig am Gaumen. Ein Maul
voll Wein! Geschmeidig, dezente Säure, angenehme Süße.
Retronasal wieder tropische und künstliche Früchte. Im Mund
breiten sich nachhaltige Würznoten aus. Sehr intensiver
Nachhall von strengen Gewürzen, bis hin zu fast bitterer,
Lakritz-artiger Note.
Kraftvolles, nachhaltiges Hochgewächs mit Aromen tropischer und
künstlicher Früchte sowie ausgeprägten, am Ende fast
bitteren Würznoten.
Hammersteiner
Schloßberg Riesling Spätlese
trocken 2002 *-** (A:
11% vol., S:
7,2 g/l, RZ: 9,0 g/l, Preis: 5,20 €,
verkostet im Juli 2004)
Intensives, reifes und nuanciertes Bukett. Ausgeprägte
Pfirsichnoten, dazu Hauch von Holunderblüten und Minze sowie
rauchig-würzige Aromen. Nach dem Öffnen deutliche, frische
Kohlensäure. Weich und kraftvoll am Gaumen. Kräftiges
Säurerückgrat. Saftig, mit sich im Mund langsam ausbreitenden
Würznoten. Langer, kraftvoller Nachhall von würzigen Noten
mit angenehm bitterer, Lakritz-artiger Würze am Ende. Leeres Glas
riecht nach Minze.
Charaktervoller, kräftiger Riesling mit nuancenreichem Spektrum
fruchtiger Noten sowie Minze und rauchig-würzigen Aromen.
Hammersteiner
Edition Nr.1 Riesling Spätlese feinherb 2002
*-**
(A:
11% vol., S:
6,6 g/l, RZ: 17,4 g/l, Preis: 7,10 €,
verkostet im Juli 2004)
Sehr intensives, komplexes Fruchtbukett mit Noten heimischer
und tropischer Früchte: rauchiger Birnenduft, dann Melone und
Ananas. Dazu deutlich mineralische und etwas würzige Aromen.
Weicher, süßer Auftakt. Intensive, reife und füllige
Frucht im Mund. Angenehme, gut eingebundene Säure. Trotz der
Fülle und Intensität beinahe süffig. Langer Nachhall von
reifen, süßlich-fruchtigen und am Ende angenehm
würzigen Noten.
Intensive, füllige Spätlese mit reifen, komplexen
Fruchtaromen sowie mineralischen und würzigen Komponenten.
Hammersteiner
Riesling Auslese 2002 *-** (A:
7,5% vol., S:
10 g/l, RZ: 142 g/l, Preis: 12,00 €
(0.375l), verkostet im Juli 2004)
Diese Auslese brachte ein Mostgewicht von 110°
Oechsle
auf die Waage, 346 Flaschen dieses Weines wurden erzeugt.
Feine, reife Nase mit Noten von gekochten Früchten und
Dörrobst. Erinnerung an Orangenkonfitüre, getrocknete
Aprikosen und Rosinen. Feine Botrytis. Weich, ölig und opulent
süß. Schlanke, elegante Art, dezente, sehr gut eingebundene
Säure. Süffig, verführt zum Trinken. Mittlerer Nachhall
von süßlich-fruchtigen und feinherb-fruchtigen Aromen.
Feine, elegante Auslese mit Erinnerung an gekochte Früchte und
Dörrobst.
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