Weingut Scherer - Arnsteiner Hof
Inhaber:
Anne Scherer
Bornstraße 9
56379
Weinähr
Tel.: 02604-1471
E-Mail: ArnsteinerHof@gmx.de
Internet:
http://www.Arnsteiner-Hof.de
Rebfläche: 1 Hektar
Produktion: 8.000 Flaschen/Jahr
Der
Arnsteiner Hof ist das ehemalige Gut des Prämonstratenser-Klosters
Arnstein. Das Weingut Scherer geht auf das Jahr 1887

zurück, als sich der Moselwinzer Mathias Scherer in Weinähr
niederließ. Er war es auch, der den Riesling nach Weinähr
brachte - bis dahin wurde hier nur Rotwein angebaut. Der Arnsteiner Hof
wurde
1913 verkauft und das Weingut verlegt. Im Jahre 1976 kaufte Edmund
Scherer
das ehemalige Klostergut wieder zurück. Zum Weingut gehört -
obligatorisch an der Lahn - eine gemütliche Weinstube. Heute
umfaßt
das weiße Rebsortenspektrum Riesling, Kerner, Scheurebe
(teilweise
wurzelecht) und Müller-Thurgau; die Spätburgunder-Reben
wurden
in den 90'er Jahren wieder angepflanzt. Die Erträge erreichen beim
Riesling 50-60 hl/ha, beim Spätburgunder werden 60-70 hl/ha
erzielt.
Die Vinifizierung erfolgt ausschließlich durch Spontangärung
im Kunststofftank, gefolgt von einer kurzen Lagerzeit bis zur
Abfüllung.
Die Umstellung auf Stahltanks ist geplant. Die verkosteten Weine
präsentierten
sich allesamt sauber und fehlerfrei. Während die
restsüßen
Weine manchmal allzu glatt geraten, offenbaren die trockenen
Erzeugnisse
das Potential für ausdruckvolle, eigenständige Lahn-Weine.
Besonders
gefiel mir der 2005'er Spätburgunder mit seiner
rauchig-brombeerfruchtigen
Aromatik.
Verkostete Weine
Weinährer
Giebelhöll Riesling Kabinett trocken 2005
*
(A: 12,5% vol., Preis: 4,80 €, verkostet im September 2006)
Feine, zurückhaltende Nase. Süßlich-herbe
Noten heimischer Früchte (Williams-Birne, Banane). Dezente
Gewürznoten im Hintergrund. Kraftvoll am Gaumen,
mit herbfrischer Birnenfrucht und kräftigem Säureakzent.
Langer
Nachhall von herbfrischen Fruchtnoten und intensiven Aromen strenger
Gewürze.
Noch etwas verschlossener Riesling mit herbfruchtiger Nase, kraftvoller
Gaumenaromatik und intensivem Nachhall strenger Gewürze.
Weinährer
Giebelhöll Riesling
QbA trocken
2004 *
(A: 11% vol., Preis: 4,50 €, verkostet im
Oktober 2006)
Reife Nase von mittlerer Intensität. Noten von Butter,
Sherry, und überreifen Äpfeln, kontrastiert von
Zitrusfrüchten. Fest und intensiv am Gaumen. Zitrusartige,
stahlige Säure. Transparent und trocken. Kraftvoller Nachhall von
zitrusartiger Frucht, rassiger Säure und Noten strenger
Gewürze.
Wahrhaftig trockener, zupackender Riesling mit der Aromatik von
Zitrusfrüchten und sherryartig reifen Noten.
Weinährer
Giebelhöll Müller-Thurgau
QbA halbtr. 2005
(A: 11% vol., Preis:
4,50 €, verkostet im
September 2006)
Verhaltene Nase mit Noten, die an herben Apfel, Calvados
und süße Gewürze (Muskat)
erinnern. Intensiv und nachhaltig am Gaumen. Herb-reife Fruchtnoten und
sehr gut eingebundene, feste Säure. Intensiver Nachhall
würziger,
am Ende feinherb-bitterer Aromen.
Müller-Thurgau mit verhaltener Nase, kraftvoller Gaumenaromatik
und würzigem Nachhall.
Weinährer Giebelhöll Scheurebe + Riesling Kabinett lieblich
2005
(A: 10% vol., S: 8,1 g/l, RZ: 26,1
g/l, Preis: 4,80 €,
verkostet im September 2006)
Sehr verhaltener Duft mit Anklängen an Honig,
süße Blüten und Williams-Birnenbrand. Öffnet sich
langsam. Verhalten, weich und süß am Gaumen. Feinherbe
Birnenfrucht, opulente Süße und feiner Säurenerv.
Mittlerer Nachhall von ausgeprägter Süße und feinherben
Fruchtnoten.
Noch verschlossene, opulent süße und etwas zu glatte Cuvee
mit floralen Aromen und feinherber Birnenfrucht.
Weinährer
Giebelhöll Spätburgunder Rotwein QbA tr. 2005
*
(A: 12,5% vol., Preis: 5,60 €, verkostet im September 2006)
Rubinrot mit Violettreflexen. Nase von mittlerer
Intensität, die an Brombeeren, Veilchen und Kaminholz erinnert.
Braucht Zeit zum Öffnen. Weicher, kraftvoller Auftakt. Kantig am
Gaumen, mit verschlossener Frucht und kräftigem Gerbstoff. Langer
Nachhall von rauchigen Fruchtnoten und ausgeprägten, am Ende
gerbenden Noten strenger Gewürze (Lakritz).
Noch verschlossener, kantiger und Gerbstoff-betonter Spätburgunder
mit rauchig-brombeerfruchtiger Aromatik und Lakritznoten am Ende. Zeigt
Potential.
Weinährer Giebelhöll Spätburgunder Rotwein QbA halbtr.
2004
(A: 11,5% vol., S: 5,7 g/l, RZ:
14,0 g/l, Preis: 5,60 €,
verkostet im September 2006)
Helles Kirschrot, Rand leicht aufgehellt. Bukett von
mittlerer Intensität. An Süßkirschen erinnernde Frucht,
erdige Noten und süße Gewürze (Zimt). Leichtgewichtig
und samtig am Gaumen. Kirschige Frucht, weiches Tannin und sehr
ausgeprägte Süße. Süffig. Mittlerer Nachhall von
süßer Frucht und feinherbem Gerbstoff.
Kirschfruchtiger Spätburgunder mit samtigem Gerbstoff und
ausgeprägter Restsüße, die den Charakter des Weines
etwas dominiert.