Weingut Lelke & Müller *
                               
Inhaber: Andreas Lelke und Manfred Müller               
Lindenstraße 7
53639 Königswinter-Oberdollendorf
Tel.: 0171-58455 52 / 37
Internet: http://www.weingut-lelke-mueller.de           
Rebfläche:  0,75 Hektar
Produktion:  ca. 5000 Flaschen/Jahr


In einem Projekt für den Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) befasste sich Manfred Müller sehr intensiv mit dem "Weinberg als Lebensraum seltener mediterraner Tiere und Pflanzen." Ein Schlüsselerlebnis, das sein Interesse am Weinbau im nördlichen Mittelrheintal weckte. 1991 gründete der studierte Erziehungswissenschaftler in Oberdollendorf das Weingut "Drachenfelser Hof". Vorher hatte der begeisterte Seiteneinsteiger zwei Jahre im Weingut Bröhl in Rhöndorf hospitiert. 2007 tat er sich dann mit Andres Lelke zusammen, um das heutige Weingut Lelke und Müller zu formen. Andreas Lelke ist ebenfalls kein Unbekannter, vielmehr ist er als Besitzer des Oberdollendorfer Weinhauses Gut Sülz weit über die Region hinaus bekannt. Lelke ist Weinfreak und ausgewiesener Riesling Experte. Die Weinkarte seines Weinhauses Gut Sülz liest sich wie ein "Who is Who" des deutschen Weines und wurde mehrfach ausgezeichnet. Nun also Lelke und Müller als ein brandneues und vielversprechendes Mittelrhein-Weingut. Die ca. 40 Jahre alten Reben der Rebsorten Riesling und Spätburgunder stehen in den Leutesdorfer Weinbergen. Ähnlich wie das Weingut Selt verwenden auch Lelke & Müller die Bezeichnungen Blauschiefer (Forstberg), Goldschiefer (Gartenlay) und Rosenschiefer (Rosenberg), um auf die ehemaligen Einzellagen hinzuweisen, die offiziell inzwischen unter dem Begriff Gartenlay zusammengefasst sind. Eine löbliche Umsetzung des Terroir-Gedankens. Pläne zur Aufstockung der kleinen Rebfläche gibt es derzeit nicht. Der Ausbau der Weine erfolgt im Weinhaus Weinmühle im Ortskern von Oberdollendorf, das ebenfalls Andreas Lelke gehört. Im 1000 Jahre alten Keller der Weinmühle werden die Rieslinge mit Reinzuchthefen  in Edelstahl- oder Kunstofftanks vergoren, für den Spätburgunder stehen auch Barrique-Fässer zur Verfügung. 2008 war der erste Jahrgang, den Manfred Müller komplett in der Weinmühle ausgebaut hat. Das Ergebnis sind elegante, lebendige Rieslinge, die teilweise an den Stil des südlichen Mittelrheins erinnern. In der Nase dominieren Zitrusfrüchte sowie florale und sahnige Noten, die saftige Gaumenaromatik wird von einem mineralisch-strrengwürzigen Rückgrat gestützt. Fazit: Das Weingut Lelke & Müller ist ein  Highlight am nördlichen Mittelrhein!



Verkostete Weine


Leutesdorfer Gartenlay Riesling QbA "Rosenschiefer" trocken 2008 * 
(A: 12,5% vol., Preis: 7,50 €, verkostet im März 2010)

Intensives Bukett. Erinnerung an Blüten, Orangenschalen, Schiefer und strenge Gewürze. Braucht Luft zur Entfaltung. Fester, würziger Ansatz. Strengwürzige, zitrusfruchtige und saftige Gaumenaromatik, unterstützt von festem Säurerückgrat. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von schiefrig-mineralischen und ausgeprägt strengwürzigen Aromen.
Geradliniger, saftiger Riesling mit Orangen-Gewürz-Nase, festem Säurerückgrat und schiefrig-strengwürzigem Abschluss.


Leutesdorfer Gartenlay Riesling Kabinett "Goldschiefer" trocken 2008 *-** 
(A: 11,5% vol., Preis: 8,50 €, verkostet im März 2010)

Intensive, zitrusfruchtig-mineralische Nase. Ausgeprägtes Zitronenaroma, Blüten, eine Spur von Sahne, Schiefer und strenge Gewürze. Leichtgewichtiger Ansatz. Feste, gleichzeitig spielerische, zitrusfruchtige Gaumenaromatik. Frischer, sehr gut eingebundener Säurenerv. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von feinmineralischen und feinwürzigen Aromen.
Erfrischender, verspielter Riesling mit ausgeprägter Zitrus-Gewürz-Nase, lebendiger Gaumenaromatik und schiefrig-würzigem Finish.


Leutesdorfer Gartenlay Riesling Spätlese "Alte Reben" trocken 2008 *-** 
(A: 12,5% vol., Preis: 9,50 €, verkostet im März 2010)

Intensive, fruchtig-mineralische Nase. Erinnerung an Weinbergspfirsich, Zitrone, Sahne, Schiefer und strenge Gewürze. Dichter, cremiger Ansatz. Intensive, zitrusfruchtig-würzige Gaumenaromatik. Kräftiger, sehr gut eingebundener Säurenerv. Sehr intensiver, langer Nachhall, geprägt von feinsalzig-mineralischen und strengwürzig-pfeffrigen Aromen.
Dichter, intensiv aromatischer und sahniger Riesling mit zitrusfruchtig-würziger Nase, fester Gaumenaromatik und langem, strengwürzig-pfeffrigem Finish.


Leutesdorfer Gartenlay Riesling Kabinett "Devon" feinherb 2008 * 
(A: 12,0 % vol., Preis:  8,50 €, verkostet im März 2010)

Fruchtig- würziges Bukett von mittlerer Intensität. Zitrus, Birne, Honigmelone, Sahne, Sandstein und strenge Gewürze. Weicher, süßer Ansatz. Saftige, süßfruchtige und feinwürzige Gaumenaromatik. Dezenter Säurenerv und opulente Süße. Intensiver, langer Nachhall, geprägt von feinwürzigen Aromen.
Leichtgewichtiger Riesling mit Honig-Gewürz-Nase, saftiger Gaumenaromatik, dezentem Säurenerv und feinwürzigem Abschluss.


Leutesdorfer Gartenlay Riesling Kabinett "Blauschiefer" 2008 *-** 
(A: 9,5% vol., verkostet im März 2010)

Intensive, reiffruchtig-würzige Nase. Zitronenmarmelade, überreife Bananen, Rosinen, süße Blüten, Sahne, Schieferhauch und strenge Gewürze. Filigraner, weicher Ansatz. Opulent reiffruchtige Gaumenaromatik, unterstützt von saftigem Säurenerv und molliger Süße. Intensiver Nachhall, geprägt von reiffruchtig-süßen und feinen, strengwürzigen Aromen.
Opulent reiffruchtiger Blauschiefer-Riesling saftiger Gaumenfrucht, anregendem Säure-Süße-Spiel und feinwürzigem Abschluss.


Leutesdorfer Gartenlay Riesling Spätlese "Blauschiefer" 2007 *-** 
(A: 7,0% vol., Preis: 9,50 €, verkostet im März 2010)

Helles Goldgelb. Intensive, üppige, überreife Nase. Erinnerung an süße Blüten, Honig, getrocknete Aprikosen, etwas Zitrusmarmelade, Rosinen und süße Gewürze. Eleganter, weicher Auftakt. Süßfruchtige, saftige, etwas viskose und schlanke Textur. Dezentes Säurerückgrat und üppige Restsüße. Nachhall von mittlerer Intensität, geprägt von feinwürzigen Aromen.
Elegante, üppig-reiffruchtige Riesling-Spätlese mit überreif-floraler Nase, saftiger Gaumenaromatik, molliger Süße und feinwürzigem Finale.


 


 

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